AUSWÄRTS: DOPPEL-BUCHPREMIERE
Donnerstag, 2. Februar 2012, 20 Uhr, Stadtmuseum Dresden, Wilsdruffer Straße 2
Neue Bücher Dresdner Autoren
- Undine Materni und Volker Sielaff
muss man in Dresden wohl nicht mehr vorstellen ... Beide lesen im Stadtmuseum Dresden aus ihren kürzlich neu erschienenen Büchern.
Ein weitverzweigtes Familienbild entwirft Undine Materni in ihrem Band „Das abwesende Haus meines Vaters“ (Projekte-Verlag, Halle/Saale 2012) in Prosa und Lyrik: "Sie nannten sich Familie mit einem Namen auf dem Klingelschild, einem Christbaum zu Weihnachten und einem Schuhregal vor der Tür. Sie nannten sich Familie und irrten doch nebeneinander umher wie Fremde, die sich zufällig jeden Tag wieder sahen."
Bei Volker Sielaff geht es in seinem lang erwarteten neuen Gedichtband „Selbstporträt mit Zwerg“ (luxbooks, Wiesbaden 2011) um den unerschöpflichen Zeitvorrat der Kindheit, um genaue Wahrnehmungen und den leuchtenden Moment im Alltäglichen.
Der Bandoneonist Jürgen Karthe begleitet den Abend.
Literaturforum Dresden e.V. in Zusammenarbeit mit den Museen der Stadt Dresden. Gefördert von der Buchhandlung LeseZeichen
Lesung, Musik und Gespräch. Der Eintritt ist frei.
ADVENTSLESUNG
Sonnabend, 3. Dezember 2011, 16 Uhr
Advenster 2011
Fenstergucken in der Dresdner Neustadt im Advent
An diesem Abend öffnet sich das Advenster-Fenster (und die Tür) der Buchhandlung LeseZeichen. Wie bereits in den Vorjahren wollen wir Sie auch in diesem Jahr mit kleinen, literarischen und kulinarischen Spezialitäten für jung und alt auf die Advents- und Weihnachtszeit einstimmen – lassen Sie sich überraschen!
Das vollständige Programm aller Veranstaltungen finden Sie unter www.advenster.de.
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
Mittwoch, 26. Oktober 2011, ab 20.00 Uhr
Hans-Joachim Hennig: » Ossi di seppia «
Bildhaftes zu Eugenio Montale
Ausstellung vom 26. Oktober 2011 bis 29. Februar 2012
Mit bildhaften Arbeiten wie Grafik, Malerei und Objekt nähert sich der Dresdner Künstler Hans-Joachim Hennig dem dichterischen Werk Eugenio Montales (1896-1981).
Montale, geboren in Genua, schrieb Lyrik und Prosa und war als Herausgeber und Übersetzer tätig. Er gilt als einer der Erneuerer der italienischen Poesie. Während des ersten Weltkriegs diente Montale als Offizier in der Infanterie an der österreichischen Front. Sein erster Lyrikband „Ossi di Seppia“ (Die Knochen des Tintenfisches) erschien 1925. 1927 ging Montale nach Florenz und arbeitete dort kurze Zeit für einen Verlag. Im Jahr darauf wurde er Direktor der Gabinetto Vieusseux Forschungsbibliothek. Aufgrund seiner Weigerung, der faschistischen Partei beizutreten, verlor er diesen Posten 1938. Er arbeitete als Kritiker für namhafte Literaturmagazine und verhalf, gemeinsam mit James Joyce, Italo Svevo zu schriftstellerischem Erfolg. Montale übersetzte William Shakespeare, T. S. Eliot, Hermann Melville und Eugene O'Neill ins Italienische. Nach Mailand übergesiedelt, schrieb er für die Literaturseite des "Corriere della sera". Im Jahr 1967 wurde Montale Mitglied des italienischen Senats. 1975 erhielt er für sein Lebenswerk den Nobelpreis für Literatur. Er starb 1981 in Mailand.
Eine weitere Begegnung mit dem Werk Eugenio Montales findet zur Finissage der Ausstellung im Februar 2012 mit den Künstlern Sabrina Schneider (Trentino), Rezitation und Gesang, und Derek Henderson, Klavier, statt.
PRÄSENTATION UND LESUNG IN LESEGARTEN
Freitag, 23. September 2011, 20.00 Uhr
DER DEUTSCHE LYRIKKALENDER 2012
365 klassische und zeitgenössische Gedichte
Es lesen: André Schinkel (Halle/Saale), Michael Wüstefeld (Dresden), Kerstin Becker (Dresden) Undine Materni (Dresden), Peter Gehrisch (Dresden & Polen) und Julietta Fix (Hamburg). Shafiq Naz als Herausgeber/Alhambra-Verleger wird an der Präsentation teilnehmen.
Beginnen Sie jeden Tag mit einem Gedicht aus diesem Kalender. Begegnen Sie Vertrautem, Neuem und Überraschendem. Sie werden Gedichte lesen, die Sie in Erstaunen versetzen und Ihre Ansichten über die Dichtung verändern können. Jedes Blatt berücksichtigt die Wochentage bis einschließlich 2014. Der Tischkalender ist kein Abreißkalender – dank der Ringbindung bleiben die Seiten vollständig erhalten. Sie blättern einfach um und benutzen den Kalender nach dem 31. Dezember weiter. Oder Sie bewahren ihn zum späteren Nach- und Wiederlesen im Bücherregal auf, denn gute Gedichte haben kein Verfallsdatum.
Pressestimmen:
»Besonders überzeugt die Zusammenstellung von Alhambra Publishing, die durch überraschende Korrespondenzen zwischen den täglichen Gedichten besticht: Da folgt auf Achim von Arnims Liebesbeteuerung "An Bettine" ein Gedicht der Besungenen und schon am nächsten Tag beschreibt Thomas Rosenlöcher, Jahrgang 1947, "Die Gräber der Arnims umgittert". Ein Tagesgedicht assoziiert das nächste, durch Jahrhunderte, Epochen und Stile hindurch. Barock und Gegenwart liegen nie mehr als ein Paar Tage auseinander.«
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)
»Vergessen Sie Fernseh- und Zeitungs-Nachrichten. Lesen Sie stattdessen um 19 oder 20 Uhr das Gedicht im deutschen Lyrikkalender. Der Kalender bietet jeden Tag eine gute, große, gewichtige Nachricht. Garantiert.« (Theo Breuer)
»Ihre kalendarische Anthologie macht nicht nur äußerlich einen originellen, sehr ansprechenden Eindruck – sie ist zudem ein kenntnisreicher und kenntnisvermittelnder Querschnitt durch die deutsche Lyrik. Das Neue – auch wo es das Alte »überwindet« – bildet mit dem Tradierten ein zusammenhängendes Ganzes.« (Hans-Jürgen Heise)
Bestellen Der Deutsche Lyrikkalender 2012 erscheint im September 2011 bei Alhambra Publishing.
AUSWÄRTS: LITERARISCHE ANGEBOTE WÄHREND DER SOMMERPAUSE
Donnerstag, 25. August 2011, 20.00 Uhr, Deutsches Hygienemuseum Dresden
LITERARISCHE ALPHABETE
Walter Kappacher liest aus seinem Roman "Der Fliegenpalast"
Walter Kappacher, der nach dem Erhalt des Büchnerpreises nur wenig öffentlich in Erscheinung getreten ist, kommt als Gast der Reihe „Literarische Alphabete“ nach Dresden. Eine der seltenen Gelegenheiten, ihn in Lesung und Gespräch zu erleben.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Lesung und Gespräch. Eintritt 7 / 3 Euro
Weitere Informationen auf die Internetseite der Veranstalter: Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden.
Donnerstag, 18. August und Mittwoch, 24. August 2011, jeweils 20.00 Uhr, Park Japanisches Palais
PALAIS.POESIE
Lesungen mit Dresdner Autoren
Palais.Poesie nennt sich das poetische Sommervergnügen, das der Palais Sommer 2011 und das Literaturforum Dresden in Gemeinschaftsarbeit auf die Open Air Bühne bringen. An zwei Sommerabenden tragen Dichter dem wandelnden, sitzenden oder liegenden Zuhörer im Park des Japanischen Palais ihre neuesten Gedichte vor.
Am Donnerstag, den 18. August, lesen Kerstin Polzin, Dieter Krause und Patrick Beck. Und am Mittwoch, den 24. August, lesen Anne Seidel, Undine Materni und Volker Sielaff. Beide Lesungen beginnen um 20.00 Uhr im im Barockgarten des Japanischen Palais, Palaisplatz 11, Dresden. Der Eintritt ist frei!
Weitere Informationen auf die Internetseite der Veranstalter: Palais Sommer und Literaturforum Dresden e.V.
LESUNG IN LESEGARTEN
Donnerstag, 14. Juli 2011, 20.00 Uhr
LITERARISCHE ALPHABETE - SYMPOSION
Niklas Holzberg liest und rezitiert aus der „Anthologia Graeca“
Niklas Holzberg (München) liest und rezitiert aus vom ihm neuübersetzen Gedichten der „Anthologia Graeca“, stellt die Komödien des Aristophanes vor und spricht mit Patrick Beck über die Aktualität der Antike. Er hat über Menander promoviert und geistreiche Biographien über die römischen Dichter Ovid, Vergil und Horaz vorgelegt. Und er gilt als Spezialist für die erotische Dichtung der Antike: der 1946 in Dillingen an der Donau geborene und heute als ordentlicher Professor an der Universität München tätige Altphilologe Niklas Holzberg. Die von ihm übersetzte und herausgegebene zweisprachige Auswahl aus der „Anthologia Graeca“ enthält 275 Gedichte von der Mitte des 5. Jahrhunderts vor Christus bis hinein ins byzantinische Mittelalter. Der Leser der Holzbergschen Übersetzungen staunt, wie modern ihm die Trinksprüche und Spottverse, Rätsel und Spielereien der Sammlung im Ohr klingen. Im Garten der Buchhandlung „LeseZeichen“ liest und rezitiert Niklas Holzberg die melodischen Originaltexte ebenso eindrucksvoll wie seine Neuübersetzungen der alten Dichter. Außerdem stellt er sein neues Buch "Sex und Spott und Politik" vor, eine Einführung in die Komödien des Aristophanes.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, der Landeshauptstadt Dresden und Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Lesung und Gespräch in altgriechisch und deutsch.
Eintritt 6 / 3 Euro
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit der Buchhandlung LeseZeichen.
LESUNG UND BUCHPREMIERE
Mittwoch, 11. Mai 2011, 20.00 Uhr
Michael Braun: Lied aus reinem Nichts
Deutschsprachige Lyrik des 21. Jahrhunderts
Der Herausgeber Michael Braun (Heidelberg) stellt im Gespräch mit Patrick Beck die im Verlag Das Wunderhorn erschienene Anthologie vor. „Es geht um die Bestandsaufnahme eines lyrischen Jahrzehnts, nicht um die Promovierung einzelner Schreibweisen als der poetischen Weisheit letzter Schluss“, schreibt Michael Braun, neben Hans Thill einer der beiden Herausgeber der Lyrik-Anthologie „Lied aus reinem Nichts“. „Gute Dichtung beginnt mit dem Totalverlust aller Gewißheiten. Jedes neue Gedicht verändert und überschreitet die Theorien.“ Die Poesie ist bis heute ein ungesichertes Gelände. Nach Michael Krüger, dem Verleger des Hanser-Verlages, kann sie im besten Falle immerhin „ein Grasbüschel, das leuchtet“ sein. Was die Herausgeber der profunden Sammlung „Lied aus reinem Nichts“ zum Leuchten gebracht haben, kann man am 23. Juni in der Buchhandlung LeseZeichen erfahren. Dann wird einer von beiden, Michael Braun, einige Gedichte aus der Anthologie vorstellen und sich im Gespräch mit Patrick Beck tief über die lyrischen Grasbüschel beugen.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit und gefördert von der Buchhandlung LeseZeichen. Eintritt frei.
LESUNG UND AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
Mittwoch, 13. April 2011, 20.00 Uhr
Hubertus Giebe:
Der geschliffene Elfenbeinturm
Giebe preist in seinen Essays jene wahrhaftigen Maler, deren Werke ihn angetrieben haben –
Pablo Picasso, Oskar Kokoschka, Max Beckmann und Bernhard Heisig. Zum Dank brennt er
intellektuelle Feuerwerke für diese Großen ab. Aber er redet nicht, um seine Bilder zu erklären,
er zerredet nichts. Analytische Hilfestellungen für eine Entschlüsselung seiner Bilder sind aus
den hier vorgelegten Texten nicht zu erwarten. Weit stärker treibt ihn etwas anderes zum öffentlichen
Reden und Schreiben. Giebe zeigt sich provoziert vom geistigen Absturz des Kunstmarktes.
Er versucht, die Ursachen für diesen absurden Crash aufzudecken. Er versucht, die Marktmechanismen
der erfolgreichen Jubelinszenierung des postpostmodernen Kunstkitsches zu begreifen und begreiflich zu machen.
Der theoretische Kunst-Megadiskurs, sagt Giebe, schwanke zwischen Trivialisierung und Heiligsprechung,
zwischen bizarr verstiegenen Theorien des Absoluten und scheinheiliger Naivität. (Leipziger Literaturverlag)
Hubertus Giebe: geboren 1953 in Dohna, Studium der Malerei und Grafik, externes Diplom an der Hochschule
für Grafik und Buchkunst Leipzig, Meisterschüler bei Bernhard Heisig, Leitung des künstlerischen
Grundlagenstudiums an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Rede auf der Demonstration
der Dresdner Künstlerverbände für Meinungsfreiheit, Demokratie und politischen Wandel am 19. November in
Dresden, Kündigung des Lehrverhältnisses, Wiederbeginn der freischaffenden Tätigkeit, zahlreiche
Ausstellungen in In- und Ausland.
„Giebe gehört zu den wenigen bildenden Künstlern im Land, die sich auch schriftlich und mündlich mit dem Rahmenbedingungen des Kunstschaffens auseinandersetzen. Und er kritisiert die leeren Posen des modernen Kunst-Machens (auch des westdeutschen) auch nicht erst seit 1990. Er war schon vorher ein enfant terrible und sah im bestellten Kunstkitsch genauso wenig Substanz wie in den Auftragswerken der DDR-Staatskunst. Das hat auch mit den Koordinaten zu tun, innerhalb derer er sich selbst platziert. Dazu gehören Künstler wie Oskar Kokoschka, Max Beckmann und Bernhard Heisig. Wie ein roter Faden läuft das Wort Expressionismus durch seine Essays, Reden und Aufsätzen - seine Widerreden und Kampfansagen. Ein theoretischer Bezugspunkt ist für ihn der Kunsthistoriker Carl Einstein, bei dem er eine Expressionismus-Definition findet, die für ihn stimmiger ist als der übliche kunstwissenschaftliche Versuch, den Expressionismus auf ein paar Jahre einzugrenzen und nur für eine enge Künstlergruppe zu definieren.“ (Ralf Julke, L-IZ vom 10.01.2011) .
Bestellen Hubertus Giebe: Der geschliffene Elfenbeinturm, Essays
Leipziger Literaturverlag 2010
ISBN 978-3-86660-096-6, 16,95 EUR(D)
LESUNG
Samstag, 26. März 2011, 17.00 Uhr
Peter Biele:
Aus dem Eckhaus
Das Eckhaus ist Mittelpunkt der Welt. Zwei Straßen kreuzen sich; die eine schwingt von Hang zu Hang, die andere führt auf der Talsohle hin. Und alle Wege aus der Ferne führen darauf zu. Die bunte Karte des Großvaterladens beweist es: Die Karawane zieht durch die Wüste; ihr Ziel: Die Firma Theodor Lommatzsch. In diesem Eckhaus, unten im Grunde, wächst Andreas, das Einzelkind, auf; ein Träumer mit enger Brust, behütet vor den Gassenkindern, mit Einblick in die Erwachsenenwelt. – Das Haus hat zwei Fronten: Die eine ist dem »Preußischen Viertel« zugekehrt, die andere den engeren Straßen. Einzelne Begegnungen weisen schon aus dem Tal hinaus.
Bestellen Peter Biele: Aus dem Eckhaus
297 Seiten, Verlag Goldenbogen
ISBN 978-3-932434-29-7, 19,90 EUR(D)
LITERARISCHE ALPHABETE
Mittwoch, 8. Dezember 2010, 20.00 Uhr
Gino Chiellino: „Landschaft aus Menschen und Tagen"
Gedichte
Moderation und Gespräch: Patrick Beck
Gino Chiellino (Augsburg) liest aus seinem Gedichtband "Landschaft aus Menschen und Tagen" und spricht mit Patrick Beck über Kindheit und Jugend im Silagebirge und die Farben des Südens.
Der 1946 im Bergdorf Carlopoli im süditalienischen Kalabrien geborene Gino Chiellino führt eine Doppelexistenz als Literaturwissenschaftler, Herausgeber und Essayist, der sich mit Literatur und Interkulturalität beschäfigt - und als Lyriker, der in überwiegend freien Versen vom Abschieden, Aufbrüchen und vom Unterwegssein erzählt. Die Literaturkritikerin Dorothea von Törne schreibt treffend über diese Poesie: "Zwischen alter Handwerkerkunst, Viperngezisch und Leibnitzkeksen scheint das Weben an einem europäischen Wir ins Utopische zu driften." In Dresden ist Chiellino kein Unbekannter: 2003 übernahm er die Chamisso-Poetik-Dozentur an der TU Dresden, in deren Folge die Bücher "Ich in Dresden. Eine Poetikdozentur" und "In Sprache leben. Meine Ankunft in der deutschen Sprache" entstanden. Literaturforum Dresden e. V. in Kooperation mit der Buchhandlung LeseZeichen. Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
Eintritt: 6 / 3 Euro
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG UND LESUNG
Mittwoch, 17. November 2010, 20.00 Uhr
Harald Hauswald: „Klick zum Glück –
Porträts und Stadtporträts“
Fotografien
Einführung und Lesung: Lutz Rathenow
Harald Hauswald, geboren 1954 in Radebeul, lebt als freischaffender Fotograf in Berlin.
„...Harald Hauswald kam wie ich als Telegrammzusteller in die Hinterhöfe der Häuser. Er hat die abweisenden Winkel, das unspektakuläre Leben der einfachen Bürger von unten kennengelernt. Er hat die unbekannte Welt abgelichtet und im Tun grafische Sicherheit gewonnen. Die Architektur, die alle seine Bilder auszeichnet ... Wer sich unter die Leute mischte, war mitunter ein Verwandlungswesen, ein Chamäleon, das seine Farben wechselte. Hauswald konnte mit der Kamera Eckensteher, Hooligan, Hausbesetzer oder Tangotänzer im schummrigen Saal werden.“ (Peter Wawerzinek)
„Der Cartier-Bresson des Ostens“ (Giovanni di Lorenzo)
Der 1952 in Jena geborene Lutz Rathenow hat verstreut erschienene und unveröffentlichte Texte zu einem Band unter dem Titel "Klick zum Glück" kompiliert. Erzählungen und Traumnotate, Kolumnen und Parabeln bilden gleichsam einen kaleidoskopartigen Überblick zu seinem Schaffen der letzten Jahre, wobei die Spanne der Themen von Berlin über das Internet bis zur Gute-Nacht-Geschichte reicht.
BUCHPREMIERE UND AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
Mittwoch, 29. September 2010, 20.00 Uhr
Patrick Beck: Ich habe ein Haus aus Licht gebaut
Rainer Boehme: Imaginäre Orte - neue Photographien
Der Dresdner Autor Patrick Beck, 1975 in Zwickau geboren, ist ein aufmerksamer Beobachter des Alltags, den er in seinen Texten auf subtile Weise ins Allgemeingültig-Mythische erhebt. Es sind wundersame Welten, in die er uns entführt. Das neue Buch vereint kurze Prosastücke, die mit poetischer und zugleich anschaulich klarer Sprache Augenblicke festhalten, Momentaufnahmen wiedergeben. Dabei entstehen farbenprächtige Naturgemälde und pittoreske Traumsequenzen, welche den Leser völlig im Unklaren lassen, ob er in die Welt oder in einen Spiegel blickt.
Zeitgleich wird eine Ausstellung mit neuen Photographien des Dresdner Photographen Rainer Boehme eröffnet.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit der Photographischen Sammlung Museanum und der Buchhandlung LeseZeichen. Eintritt frei
LESUNG im LeseGarten
Donnerstag, 29. Juli 2010, 20.00 Uhr
Tadeusz Dabrowski:
Fluglärm über den Palästen unserer Restinnerlichkeit
Andre Rudolph: Schwarzes Quadrat auf schwarzem Grund
Der australische Dichter Les Murray hat, auf die aktuelle europäische Poesie angesprochen, einmal gesagt, was ihn störe sei, daß diese zu sehr „von den Universitäten“ her komme. Was mit diesem Diktum aufs Korn genommen wird, ist die angestrengte Originalität eines Dichtens, bei dem alle Verbindungen zu unserer alltäglichen Erfahrung gekappt worden sind. Dass es auch anders geht, beweisen die Bücher zweier Lyriker, die beide derselben Generation angehören: des 1975 in Warschau geborenen Andre Rudolph (Leipzig) und des 1979 geborenen Tadeusz Dabrowski. Rudolphs Gedichte leuchten wie die Kinder in seinem Gedicht „Sonne über Platons Haus“, sind von verhaltener Ironie und voller farbiger Assoziationsgeflechte. Andre Rudolph Der polnische Lyriker Tadeusz Dabrowski (Gdansk) ist ein „gut trainierter Skeptiker“ (Michael Krüger), dessen scheinbar leicht dahingesprochene Gedichte die Möglicheiten unserer Existenz in einer rasenden Welt ausloten: Poesie als Gegenentwurf und bar jeder Bildungsattitüde.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit der Buchhandlung LeseZeichen. Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz. Eintritt: 6 / 3 EUR
LESUNG UND AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
Mittwoch, 19. Mai 2010, ab 20.00 Uhr
Martina Hefter: Nach den Diskotheken
Matthias Schroller: COUPE ET RECOUPE
Martina Hefter, geboren 1965 in Pfronten/Allgäu, absolvierte eine Ausbildung in zeitgenössischem Tanz in München und Berlin und studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Neben der literarischen Arbeit Beschäftigung mit tänzerischen und choreographischen Projekten an der Schnittstelle von Text und Bewegung. Im Herbst-/Wintersemester 2009/10 war sie Gastdozentin am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Martina Hefter wurde unter anderem mit dem London-Stipendium des Deutschen Literaturfonds und dem Hermann-Lenz-Stipendium ausgezeichnet. Für eine Auswahl ihrer Gedichte erhielt sie 2008 den Lyrikpreis Meran. Nach den Romanen »Junge Hunde«, Alexander Fest Verlag 2001, »Zurück auf Los«, Wallstein 2005, und »Die Küsten der Berge«, Wallstein 2008, ist »Nach den Diskotheken« Martina Hefters erster Gedichtband.
Matthias Schroller: Der ebenso sorgsam wie liebevoll gestaltete Band gewährt einen Einblick in das druckgrafische Schaffen der letzten zehn Jahre. Erlebtes Sehen und die fortwährende zeichnerische Auseinandersetzung mit den Phänomenen der sichtbaren Welt bilden die Basis für Schrollers grafische Arbeit. Bei der Werkstattarbeit schöpft er aus dem Fundus einer Fülle von Gelegenheits- und Erinnerungsskizzen. Die Umbildung der Zeichnung im Holzschnitt trägt den Charakter unwillkürlicher Läuterung. Eine gewisse Unschärfe in der Bestimmbarkeit und ein spielerischer Ernst sind Kennzeichen einer poetischen Bildsprache, die weder der Verfremdung noch der Verklärung bedarf, die vorsichtig und entschieden dem Gegebenen nachforscht, mit nüchtern-strengem und zugleich hinnehmendem Ernst gegenüber dem rätselhaften Wesen zeitgenössischer Lebensformen. Mit einem Einführungstext von Sebastian Hennig sowie Äußerungen von Dieter Goltzsche, Max Uhlig und Olaf Böhm-Dores.
BUCHPREMIERE
Freitag, 19. März 2010, ab 20.00 Uhr
Dieter Krause
Farbkammern
Dieter Krauses Gedichte sind dort am stärksten, wo sie eine augenblickhafte Lebendigkeit und Sinnlichkeit versprühen. Die strukturierte lyrische Sprache überrascht mit doppelbödigen Zeilensprüngen, mimetisch hergestellten Ambivalenzen, unverbrauchten Vergleichen und antinomisch mit den Inhalten verknüpften Wortschöpfungen. Am vorgefundenen Beispiel (Hölderlin, Kafka u.a.) orientiert, gaukelt Krauses Lyrik dem Leser nichts vor. Hier werden echte poetische Bilder evoziert, die das Gefühl wecken, dabeigewesen zu sein, in die Szene hineinversetzt zu werden ...
Ein weiteres Mal liest Dieter Krause am Dienstag, den 23. März 2010, 20.00 Uhr, in der Reihe "Poesie im Planetarium" (Sternwarte Radebeul, Auf den Ebenbergen 10a, 01445 Radebeul) aus seinem neuen Gedichtband "Farbkammern" und spricht mit Patrick Gorre über das Erscheinen der Farbe in Gedichten.
Bestellen Dieter Krause: Farbkammern
Leipziger Literaturverlag 2010
ISBN 978-3-86660-093-5, 12,95 EUR(D)
AUSSTELLUNG
2. Februar bis 28. April 2010
Kim Sun Young
Arbeiten zu Gedichten von Reiner Kunze
In dieser Ausstellung präsentiert die Künstlerin Sun Young Kim Siebdrucke und Zeichnungen, welche sich unter anderem mit der gegenwärtigen sozialen Situation in Korea befassen. Während Ihrer künstlerischen Arbeit ließ sie sich auch von Gedichten Reiner Kunzes über Korea inspirieren. Die darin geschilderte Atmosphäre gab ihr einen entscheidenden Auslöser für eine zeitgenössische Kommunikation zwischen Ihrer Gedankenwelt und Kunzes Lyrik.
Ebenso nimmt ein Teil der ausgestellten Werke Bezug auf einen neu erschienenen Gedichtband des russischen Autors Samojlow. In den Bildern werden Reflexionen über Russland und die russische Geschichte angestellt. Die Arbeit mit realistischen Formelementen zeigt eine mögliche Herangehensweise und Auseinandersetzung zu diesem Thema.
ADVENSTER
Mittwoch, 16. Dezember 2009, ab 18.30 Uhr
Christmas Jazz
Marion Fiedler (Gesang) + Matthias Vogel (Klavier)
Lassen Sie sich auf eine vorweihnachtliche Reise entfuehren - am 16.12.09 erklingen Weihnachtslieder aus aller Welt in einem traditionellem bis angejazzten Gewand. Marion Fiedler (Gesang) und Matthias Vogel (Klavier) werden Ihnen im "Lesezeichen" den Tannenbaum im Fuenf-Viertel tanzen lassen, eine Rhumba-Weihnachtskarte an den neugierigen Weihnachtsmann versenden, der ja nun schon seit einem Jahr gespannt beobachtet, welches Kind brav gewesen ist und Ihnen das Lied "Stille Nacht" in einer einzigartigen Version zu Gehoer bringen, die sie sich nicht entgehen lassen duerfen. Marion Fiedler hat an der Hochschule fuer Musik Dresden als auch an der Belmont University Nashville, Tennessee/USA studiert. Sie ist Saengerin der Townpipe Bigband und Leiterin der Marion Fiedler Band. Einige Ihrer Songs und Arrangements werden am 16.12.09 zu hoeren sein. Matthias Vogel ist Diplom-Pianist (Hochschule fuer Musik Dresden).
Lesung
Freitag, 27. November 2009, 19.30 Uhr
Der Dieb und die Nachtigal
Ralf Günther: „Der Dieb von Dresden“
18 Uhr wird im Schmuckwerk, Hohnsteiner Strasse 1, zur Ausstellungseröffnung das Schattenspiel "Die Nachtigal" aufgeführt.
Als Napoleon, geschlagen aus Russland zurückgekehrt, führt 1813 in der Gegend um Dresden seine letzten Gefechte. Seine Gegner bringen sich mit Geheimdiplomatie in Stellung, um die Macht neu zu verteilen. In dieser brisanten Situation gerät Hofrat von Block, Direktor der berühmten Kunstsammlung im Grünen Gewölbe, in die Netze der Machtpolitik. Sein Stellvertreter wird ermordet, alle Spuren deuten auf Block. Der Hofrat ist kein Mörder, doch er hat ein peinliches Geheimnis. Um sein Doppelleben nicht auffliegen zu lassen, erklärt er sich bereit, an die Preußen Informationen zu liefern. Blocks halbwüchsige Tochter Ariane ist entsetzt, als der Vater verhaftet wird. Sie ist fest entschlossen, seine Unschuld zu beweisen, und beginnt zu ermitteln. Unterstützt wird sie von ihrem Klavierlehrer, dem Musiker und Dichter E.T.A. Hoffmann. Doch je mehr die beiden herausfinden, desto klarer zeigt sich, dass Block keineswegs unschuldig sein kann.
Bestellen List, Berlin 2009. ISBN 978-3-548-60906-5, 9,95 Euro
Ausstellungseröffnung
Mittwoch, 14. Oktober 2009, 20 Uhr
Kay Busch und Detlef Schweiger:
„Die Saga vom starkbeschäftigten Sturlaug“
Das originalgrafische Buchprojekt präsentiert die Erstveröffentlichung der Übersetzung der „Sturlaugs saga starfsama“ aus dem Altisländischen ins Deutsche, basierend auf einer Pergamenthandschrift aus dem 15. Jahrhundert. Möglich wurde das in ausschließlicher Handarbeit hergestellte zweisprachige Buch durch das umfangreiche Engagement von Kay Busch. Er fertigte die Übersetzung an, schöpfte und bearbeitete die Büttenpapiere nach althergebrachten Methoden, setzte den altisländischen und deutschen Text im aufwendigen Hand-satzverfahren, übertrug die ausgewählten Linien-Zeich-nungen von Detlef Schweiger auf Holzdruckstöcke, druckte die gesamte Auflage (75) auf einer Handdruckpresse und versah die Buchblöcke mit festen Einbänden aus klass-ischen Materialien. Die Intention bestand darin, eine Symbiose des ausgewogenen Satzbildes der Spätrenaissance mit profilierter zeitgenössischer Grafik zu schaffen, die im Gesamteindruck eine abwechslungsreiche Text-Grafik-Einheit erzeugt. Dabei illustrieren die Lineamente von Schweiger nicht die Handlungsabläufe der Saga im herkömmlichen Sinne, sondern kommentieren die Abschnitte mit asso-ziativen Strukturen und Formen von der kleinen Vignette bis zur ganzseitigen Grafik. Die Ausstellung wird komplettiert durch weitere Gemeinschaftsdrucke von Busch und Schweiger sowie einzelnen Lineamenten als Originalzeichnung. Anläßlich der Eröffnung der Ausstellung wird Dr. Kay Busch eine kurze Einführung in die spezielle Literaturgattung und die handwerkliche Ausführung des Projektes geben.
LeseNacht
Leider muss die LeseNacht wegen Krankheit auf das nächste Jahr verschoben werden. Wir wollen aber trotzdem bei Wein, Leckereien und Literatur in geselliger Runde beisammensein.
Samstag, 19. September 2009, 19 Uhr
Lesung und Feier im LeseGarten
11 Jahre Buchhandlung LeseZeichen
Seit 11 Jahren ist die Buchhandlung LeseZeichen nicht nur ein Ort, wo Bücher verkauft werden, sondern auch ein wichtiger Platz, an dem viele, insbesondere Dresdner Autoren, ihre erste Lesung oder die Buchpremiere ihres ersten Buches gefeiert haben.
Einige gingen in dieser Zeit den Weg von der völligen Unbekanntheit hin zu einer großen Wahrnehmung über Dresden hinaus. So ist Dresden auch weiterhin eine Dichterschmiede in der deutschprachigen Literatur.
Lesend gratulieren werden u.a. Jens Wonneberger, Jens Uwe Sommerschuh, Volker Sielaff, Thilo Krause, Undine Materni, Patrick Beck, Dieter Krause, Axel Helbig, Hans Kromer, Michael Wüstefeld ... Und auch Überraschungsgäste sind willkommen.
Es ist keine feste Reihenfolge geplant, im lockerem Rahmen kann zugehört, gelesen, Musik gespielt und Wein getrunken werden. Am Feuer und Grill kann man sich wärmen oder etwas Kulinarisches zu sich nehmen. So soll neben allem literarischen Ernst auch das elfjährige Bestehen der Buchhandlung feierlich begangen werden.
LESUNG
Donnerstag, 20. August 2009, 20 Uhr
Thomas Böhme: WIDERSTEHENDES
Texte und Fotografien
Eine Reihe zufällig entdeckter Objekte, an denen das Beharrungsvermögen fasziniert oder die Flüchtigkeit: Bis auf zwei Ausnahmen handelt es sich um von Menschen geschaffene Dinge, die an Orte gebracht wurden, wo sie nicht hingehören, die durch ihr Nicht-mehr-Gebraucht-Werden die Standorte selbst kennzeichnen als "ver-kommene" Stätten. Ihre Beschädigungen und Zerstörungen, ihr Fehl-am-Platze-Sein machen eines deutlich: nichts währt ewig. Zu jedem Foto hat Thomas Böhme ein Prosastück geschrieben, in dem er über die Herkunft des Abgebildeten spekuliert und ins Erzählen kommt: von der Geschichte hinter den Dingen. "Das Fotografieren ist ein Faible von Thomas Böhme. Immer ein persönliches Faible, das dann doch nicht privat bleibt. Mit der Publikation "Jungen vor Zweitausend" präsentierte sich der fotografierende Schriftsteller erstmals der Öffentlichkeit. Nun ist der Band "Widerstehendes" da. Der ist keine beliebige Fortführung. Die Poesie der Farbfotos, die Philosophie der Texte machen den Bild-Wort-Band zu einem Böhme-Buch der unvergleichbaren Art. Jedes Foto ist das Foto eines Menschen, dessen Augensinn ungetrübt ist. Jedes Wort ist das Wort eines Menschen, der keine Vokabel vergeudet. Jedes Foto, jedes Wort ist für Menschen, die, sehend, nicht übersehen, die, lesend, nicht überlesen. Sehen heißt, zu sehen, daß nichts nichtig ist. Kein zerfallendes Wagenrad, kein bröselnder Balken, keine rostzerstörte Leuchte, keine ausgediente Bahnhofsuhr. Lesen heißt, sich beteiligen zu lassen an den Geschichten der "gestorbenen" Gegenstände, die ein Nach-Leben haben. Ein Nach-Leben, das nur die Seher wahrnehmen. Ein Nach-Leben, an dem nur die phantasievollen Leser teilnehmen." (Bernd Heimberger. 04 / 2007)
Thomas Böhme: geboren 1955 in Leipzig, 1981-1984 Studium am Literaturinstitut, Mitglied des PEN-Zentrums und der Freien Akademie der Künste Leipzig, zahlreiche Veröffentlichungen seit 1983.
LESUNG
Freitag, 17. Juli 2009, 20 Uhr im Lesegarten
COLES FULTON MURRAY SMITH
Neue englischsprachige Poesie 1950-2009
In der Reihe LITERARISCHE ALPHABETE liest Margitt Lehbert, Übersetzerin des mehrfachen Kandidaten für den Nobelpreis Les Murray, zum Sommerfest des Literaturforum Dresden englischsprachige und übersetzte Gedichte und spricht mit Patrick Gorre über ihre Arbeit. Dem Beruf des literarischen Übersetzers wird in der Öffentlichkeit nur wenig Beachtung geschenkt, obwohl doch fast jeder schon einmal ein aus einer Fremdsprache übersetztes Buch gelesen hat. Cees Nooteboom nannte sie einmal, und das war durchaus respektvoll gemeint, die „Wasserträger der Poesie“. Wie wird man Übersetzer oder Nachdichter? Welche Folgen kann eine Reise nach Australien haben, wenn man dort einem der größten lebenden Dichter der Moderne begegnet? Und was bringt ein Bäcker von der Insel Rügen dazu, Gedichtbände von Schweden nach Deutschland zu transportieren? Diese und andere Fragen werden im Garten der Buchhandlung LeseZeichen zu erörtern sein, doch vor allem gibt es neben Gegrilltem und Wein jede Menge Poesie „auf die Ohren“: Gedichte, Deutsch und Englisch, von Les Murray, Don Coles, Gerard Manley Hopkins, Robin Fulton, Iain Crichton Smith und anderen. Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit Buchhandlung LeseZeichen Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
LESUNG
Freitag, 12. Juni 2009, 16 Uhr
BUCHKINDER
Zur Eröffnung der Ausstellung lesen die „Buchkinder“ eigene Texte aus ihren Büchern
„Es war ein mal ein Mann. Der gang ein mal in Den Buchladen. er frakte op es Das Buch ‚Ragna in der Schule‘ gipt. Der Ferkolfer sakte nein. Der Mann frakte, könen sie das Bestelen? In einer Wore fileicht. Der Mann sakte tüs und gang. Drausen dachte der Mann wen das Buch erst nach einer Wore komt, mach ich mir selber eins.“ Ragna (8) von den Buchkindern arbeitet mittlerweile an ihrem vierten Buch. Einmal in der Woche sitzt sie zusammen mit anderen Kindern im Grundschulalter in der Grafikwerkstatt der Alten Feuerwache Loschwitz und greift zu Stift und Linol-schnittmesser, um den Krokodilkoch, die Gabel Gabana und noch viele andere Wesen zum Leben zu erwecken. Der Verein „Buchkinder Dresden e.V.“ ist eine Werkstatt für Kinder, die ihre eigenen Bücher schreiben und gestalten – von der ersten Idee zu einer Geschichte bis hin zum fertig ge-bundenen Text. Der wird von Bildern illustriert, die in Linoleum geschnitten und dann auf die vorbereiteten Blätter gedruckt werden. Zum Schluß werden die Seiten von Hand geheftet, zu einem Leporello gefaltet oder zu einem richtigen Buch ge-bunden. Ob gereimt oder in Prosa, schwarz auf weiß oder ganz bunt, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Als Teil eines bundesweiten Netzwerkes, das seinen Ausgang in Leipzig nahm und das mittlerweile Standorte in elf deutschen Städten hat, wurde der Verein vor einem Jahr gegründet. In der Alten Feuerwache Loschwitz und in der Wachsbleichstraße in Dresden-Friedrichstadt bietet er Kurse für Jungen und Mädchen im Alter von 5 bis 18 Jahren.
LESUNG
Donnerstag, 28. Mai 2009, 20 Uhr
LITERARISCHE ALPHABETE
Lesung mit László Krasznahorkai im Deutschen Hygienemuseum Dresden
Eine Reihe des Literaturforum Dresden e.V.
László Krasznahorkai liest aus seinem 2005 erschienenen Roman „Im Norden ein Berg, im Süden ein See, im Westen Wege, im Osten ein Fluß“ und geht mit Patrick Gorre der Frage nach, was einen ungarischen Schriftsteller dazu bringt, über den Fernen Osten nachzudenken.
Das ultimative Buch über die japanische Ideen- und Gedankenwelt hat ausgerechnet ein ungarischer Autor geschrieben! Laszlo Krasznahorkais bewegender Roman um eine Lebensreise des Enkels des Prinzen Genji war die literarische Entdeckung des Bücherherbstes 2005. Ein Buch, das einen nachdrücklich daran erinnert, „was Literatur, was Weltliteratur sein kann“, schrieb „Der Tagsspiegel“. Krasznahorkais Roman ist ein Meisterwerk voller Musik, Magie und Meditation. Das Kleine wird in diesem Buch groß, Unauffälliges rückt in den Mittelpunkt. Entstanden ist ein Text, der auch europäische Gemüter lehrt, sich in die zirkuläre Denkweise des Fernen Ostens einzufühlen.
László Krasznahorkai, geboren 1954 in Gyula / Ungarn. Studierte Philosophie an der Budapester Universität. Er erhielt für sein literarisches Schaffen zahlreiche Preise, u.a. 1996 ein Stipendium des Wissenschaftskollegs Berlin. 1992 erschien seine „Melancholie des Widerstands“, das Susan Sontag „ein erbarmungslos visionäres Buch“ nannte.
Veranstaltung des Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit Deutsches Hygiene-Museum Dresden. Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden, Amt für Kultur und Denkmalschutz.
LESUNG
Donnerstag, 23. April 2009, 20 Uhr
LITERARISCHE ALPHABETE
Lesung mit Joachim Sartorius im Deutschen Hygienemuseum Dresden
Eine Reihe des Literaturforum Dresden e.V.
Joachim Sartorius liest aus seinem 2008 erschienenen Gedichtband „Hôtel des Étrangers“ und spricht mit Patrick Gorre über seine Arbeit. Eine „lyrische Lebensreise“ nannte die Kritik seinen ersten Gedichtband. Ein Weltenwanderer, ein Entdecker, der die Meridiane der Dichter abschreitet, ist Joachim Sartorius bis heute. Sein „Atlas der neuen Poesie“ gehört in jede Lyrikbibliothek. Wichtige Stimmen zeitgenössischer Poesie aller fünf Kontinente sind in diesem Standardwerk versammelt. Sartorius ist einer, der die Lyrik über den Kreis jener, die sich ohnehin dafür interessieren, hinaus bekannt machen will. Einer, der mit pädagogischem Eros vermittelt, übersetzt, herausgibt und nicht zuletzt – selbst seit drei Jahrzehnten Gedichte, Reden und Kritiken schreibt.
Literaturforum Dresden e.V. in Kooperation mit dem Deutschen Hygienemuseum Dresden
BUCHPREMIERE
Mittwoch, 25. März 2009, 20 Uhr
LAUTE VERSE
Buchpremiere des Bandes
mit dem Herausgeber Thomas Geiger und dem Autor Marcel Beyer
Laute Verse müssen nicht unbedingt laut sein. Sie können auch leise oder einfach nur Laut und Klang sein. Hier verschafft die Lyrik sich Gehör. Vital, experimentierfreudig, klug und geistesgegenwärtig. Zwanzig Jahre nach der Wende hat sich eine neue Autorengeneration gebildet. Laute Verse stellt die wichtigsten Lyriker anhand von jeweils zehn Gedichten vor und bietet so einen profunden Überblick über die Poesie der Gegenwart. Buchpremiere des Bandes mit dem Herausgeber Thomas Geiger und dem Autor Marcel Beyer, moderiert von Patrick Beck.
Literaturforum Dresden e. V. in Kooperation mit Buchhandlung Lesezeichen
Dazu Eröffnung der Ausstellung mit Fotografien des Dresdner Künstlers Rainer Boehme unter dem Titel "Schädelorakel", die bis 21. Juni 2009 zu sehen ist.
AUSSTELLUNG
Reiner Böhme
Schädelorakel, Fotografien
Ausstellung vom 21. März bis 21. Juni 2009
Ausstellung zur Buchpremiere des Bandes LAUTE VERSE
mit dem Herausgeber Thomas Geiger und dem Autor Marcel Beyer am 25. März 2009.
LESUNG
Mittwoch, 25. Februar 2009, 20 Uhr
Spinne der Erinnerung
Lesung japanischer Literatur
Liane Krüger und Fabian Klenzke
„Spinne der Erinnerung“ ist eine literarisch-musikalische Annäherung an den Roman „Frauen, Masken“ von Enchi Fumiko (1905-1986). Über die Heldin des Werkes, Mieko, heißt es: „... sie hat die Kraft, die Dinge so zu steuern, wie sie sie haben möchte, während sie selbst dabei regungslos verharrt.“ Mieko lebt als Dichterin im modernen Tokyo, jedoch ihre innere Welt speist sich aus uralten japanischen Kunstformen wie dem No-Theater mit seinen geheimnisvollen Masken und der „Geschichte des Prinzen Genji“, dem ältesten Roman der Weltliteratur. So sind in ihr Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben wie die Fäden eines Spinnennetzes.
Zeitgenössische japanische Lyrik und Musik vervollständigen den Blick auf diese außergewöhnliche Frau, die eine Zauberin zu sein scheint. Liane Krüger (Sprecherin) und Fabian Klenzke (Pianist, Sprecher) verknüpfen Auszüge aus dem Roman „Frauen, Masken“ (1958 erschienen) mit historischen Texten aus dem „Prinzen Genji“. Diareproduktionen von No-Masken und Klavierstücke des gegenwartskomponisten Toru Takemitsu illustrieren die Geschichte im Fluss der Zeit.
Die Veranstaltung ergänzt die Ausstellung "Thomas Baumhekel, Collagen", die bis 21. März 2009 zu sehen ist.
AUSSTELLUNG
Thomas Baumhekel
Collagen
Ausstellung vom 5. Februar bis 21. März 2009
Als bildnerische Korrespondenz mit dem Alten Japan sind bis zum 21. März neue Collagen von Thomas Baumhekel zu sehen.
Die Ausstellung wird ergänzt durch die Veranstaltung "Spinne der Erinnerung - Lesung japanischer Literatur" am 25. Februar 2009.
LESUNG
Donnerstag, 9. April 2009, 19 Uhr: Dresdner Stadtmuseum, Wilstruffer Strasse 1
Der Dieb und der Teufel
Ralf Günther und Klaus Funke
lesen aus ihren Büchern „Der Dieb von Dresden“ und „Der Teufel in Dresden“
Beide Autoren beschäftigen sich in diesen Büchern mit dem unsere Zeit prägenden 19. Jahrhundert. Wie heutige Schriftsteller der Faszination dieser Zeit erliegen, diese sowohl mit historisch Verbürgtem sowie ihrer eigenen Phantasie Entsprungenem erfüllen, soll diese Lesung mit anschließendem Gespräch zeigen.
Ralf Günther: Der Dieb von Dresden
Als Napoleon, geschlagen aus Russland zurückgekehrt, führt er 1813 in der Gegend um Dresden seine letzten Gefechte. Seine Gegner bringen sich mit Geheimdiplomatie in Stellung, um die Macht neu zu verteilen. In dieser brisanten Situation gerät Hofrat von Block, Direktor der berühmten Kunstsammlung im Grünen Gewölbe, in die Netze der Machtpolitik. Sein Stellvertreter wird ermordet, alle Spuren deuten auf Block. Der Hofrat ist kein Mörder, doch er hat ein Geheimnis. Um sein Doppelleben nicht auffliegen zu lassen, erklärt er sich bereit, an die Preußen Informationen zu liefern. Blocks halbwüchsige Tochter Ariane ist entsetzt, als der Vater verhaftet wird. Sie ist fest entschlossen, seine Unschuld zu beweisen und beginnt zu ermitteln. Unterstützt wird sie von ihrem Klavierlehrer, dem Musiker und Dichter E.T.A. Hoffmann. Doch je mehr die beiden herausfinden, desto klarer zeigt sich, dass Block keineswegs unschuldig sein kann.
Bestellen List, Berlin 2008. ISBN 978-3-471-79555-2, 19.90 Euro
Klaus Funke: Der Teufel in Dresden
Der Autor beschreibt in seinen Roman „Der Teufel in Dresden“, der im Januar im DTV als Taschenbuch erscheint, zwei Tage aus dem Leben des genialen Geigers und Komponisten Niccolo Paganini. Dabei breitet er an Hand eines Gastpiels in Dresden ein ganzes Künstlerleben vor dem Leser aus. Paganini, ein von Gott Berührter, ein Jahrtausendgenie, der mit seinem virtuosen Spiel eine ganze Musikepoche angestoßen hat, geht im Jahre 1829 auf Deutschlandtournee und zwingt sich mit seiner Geige die Residenzstadt des Königreichs Sachsen, die barocke Elbmetropole Dresden, zu Füßen. Seine Introvertiertheit beschäftigt Adel und Bürgertum, Dienstmädchen und Pferdekutscher und umhüllt ihn mit Schauergeschichten.
Bestellen DTV, München 2009. ISBN 978-3-423-13731-7, 7.90 Euro
ADVENSTER
Sonnabend, 13. Dezember 2008, 16.00 Uhr
„Himmlische Worte, teuflische Klänge, irdische Genüsse“
Undine Materni & Hartmut Dorschner
Eine höllisch-spannende Geschichte für mutige Kinder ab 9 und verliebte Großeltern
Wie in den Vorjahren öffnet die Buchhandlung LeseZeichen auch in diesem Jahr an einem Advents-Nachmittag ihre Türen für neugierige Kinder und neugierig gebliebene Erwachsene. Diesmal steht ein modernes Märchen auf dem Programm: "Teufelshuf und Himbeerbrause" von Undine Materni.
Der Teufel, er nennt es Höllenleid, wir Menschen, wir nennen es - LIEBE. Die glücklichen Großeltern sind gerade in ihr kleines Häuschen am Rande der Stadt gezogen, da bekommen sie unerwarteten Besuch. Der Kerl mit dem Pferdehuf steht plötzlich in der Tür. Er will die Großeltern richtig verteufeln und denkt sich mit seinen Kumpanen - der Hexe, dem Gerippe und den beiden Irrlichtern - üble Gemeinheiten aus um sie auseinander zu bringen. Denn eines kann er überhaupt nicht leiden, wenn sich Leute richtig lieb haben. Nach vielen Bosheiten und schlaflosen Nächten begibt sich Großvater auf die Suche nach dem Teufel, um ihm das Handwerk zu legen. Dabei macht er eine merkwürdige Entdeckung: der Teufel wohnt nicht in einer dunklen Höhle sondern in einem wunderschönen Schloss, wo es täglich Schokoladenpudding und Himbeerbrause gibt. Und der Teufel scheint auch gar nicht mehr so böse zu sein ... Ob sich Großvater wieder von ihm täuschen lässt?
Musikalisch begleitet wird die Autorin von Hartmut Dorschner. Und zum Vor- und Nachwärmen bieten wir Ihnen Glühwein, Kinderpunsch und kleine Leckereien an. Übrigens: Das vollständige Programm der Advenster-Veranstaltungen in der Dresdner Neustadt finden Sie im Internet unter
www.advenster.de.
LESUNG IM STADTMUSEUM
4. Dezember 2008, 19 Uhr
im Stadtmuseum Dresden, Wilsdruffer Str. 2
Klaus Funke
Zeit für Unsterblichkeit
Sergej Rachmaninow! Wer kennt nicht die kraftvoll romantischen Klänge seiner Klavierkonzerte? Die Musik dieses Mannes ist unsterblich geworden. Aber wer kennt Rachmaninows Leben? Seine Ängste, Zweifel, Freuden und Leiden und die Geheimnisse seines Herzens?Der Roman rafft die ersten 35 Lebensjahre des Musikers und Komponisten, so atemlos sie waren, wie in einem Film zusammen. Der Sohn eines russischen Landadeligen, 1873 geboren, wächst im Wirbel der Umwälzungen in Rußland zum bewunderten Jungstar heran, wird aus der Heimat herausgeschleudert ins europäische Exil, ins Schicksal des schließlich ruhe- und heimatlosen Weltkünstlers. Faszinierend, welchen Zeitgenossen er begegnet, Tschaikowski, Rubinstein, Rimski-Korsakow, Tolstoi, welche Kunst- und Musikmetropolen er berührt, Paris, London, New York, Moskau und Dresden vor allem, und mit welch magischer Kraft er bedeutende Werke schafft.Ein farbenreiches Bild der Zeit entsteht, ein fesselndes Panorama von Jahrzehnten des Umbruchs, in denen sich ein wundersames Musikerschicksal zur Unsterblichkeit hocharbeitet.
Bestellen Klaus Funke, Zeit für Unsterblichkeit, Faber & Faber 2008, ISBN 978-3-86730-066-7, € 18,00
HÖRBUCHPREMIERE und LESUNG
Dienstag, 18. November 2008, 20.00 Uhr
Patrick Beck
SWANTEGARD
Vom Staatsschauspiel Dresden zum Hörspiel: Mehrfach wurde das Stück Swantegard das Dresdner Autors Patrick Beck am Staatsschauspiel vorgestellt. Jetzt hat die Regisseurin Yvonne Groneberg eine Hörspielfassung erarbeitet. In dem Stück verplanen Kathrin Kestler als Investorin, René Erler als Berater, Thomas Martin als Bürgermeister und Hanns-Jörn Weber als Staatssekretär eine einzigartige Landschaft.
Ortstermin auf einer Ostseeinsel. Hügel, Schafe, Seeblick. Ein Abend, eine Nacht. Ein Bürgermeister und sein Berater wollen die karge Landschaft zu einem Golfplatz aufwerten. Doch die von ihnen Eingeladenen, eine Investorin und ein Staatssekretär, haben andere Pläne. Anwesend ist auch, von allen vier übersehen, ein Fünftes: die Nacht, der Nebel, die Stille, das Schöne. In dieser Hörspielfassung des gleichnamigen Theaterstücks von Patrick Beck nimmt die Wirklichkeit des Unsagbaren Gestalt an, wird die Wahrnehmung wieder auf die unverwertbaren Dimensionen unserer Lebenswelt gelenkt.
Patrick Beck wurde 1975 in Zwickau geboren und lebt nach einem Studium in Leipzig und einen Aufenthalt in London in Dresden.
LESENACHT im Lesegarten
Sonntag, 21. September 2008, 17.00 Uhr
LESENACHT:
Gründungsfeier des Literaturforum e.V.
Moderation: Axel Helbig
Das neu gegründete "Literaturforum Dresden e.V." wird sich künftig vor allem darum kümmern, gute Literatur nach Dresden zu bringen und besonders eigenwillige und qualitätvolle Stimmen der neueren internationalen Literatur hör- und erlebbar zu machen. Eine Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium Berlin ist für nächstes Jahr geplant. Am Beginn soll aber eine Lese-Nacht mit deutschsprachigen Autoren stehen, bei schönem Wetter im Lesegarten in der Prießnitzstraße 56. Es darf zugehört, getrunken und vor, zwischen und nach den Lesungen auch ein bißchen gefeiert werden. Lesende sind Kerstin Becker, Undine Materni, Jayne-Ann Igel, Patrick Beck, Dieter Krause, Erich Sobeslavsky, Viktor Kalinke, Ralf Günther, Volker Sielaff und Patrick Wilden.
LESUNG ZUR AUSSTELLUNG der Zeichnungen von Lothar Rericha
Samstag, 23. August 2008, 15.30 Uhr
Undine Materni
Teufelshuf und Himbeerbrause
Eine höllisch-spannende Geschichte für mutige Kinder ab 9 Jahren und verliebte Großeltern
Der Teufel, er nennt es Höllenleid, wir Menschen, wir nennen es - LIEBE. Die glücklichen Großeltern sind gerade in ihr kleines Häuschen am Rande der Stadt gezogen, da bekommen sie unerwarteten Besuch. Der Kerl mit dem Pferdehuf steht plötzlich in der Tür. Er will die Großeltern richtig verteufeln und denkt sich mit seinen Kumpanen - der Hexe, dem Gerippe und den beiden Irrlichtern - üble Gemeinheiten aus um sie auseinander zu bringen. Denn eines kann er überhaupt nicht leiden, wenn sich Leute richtig lieb haben. Nach vielen Bosheiten und schlaflosen Nächten begibt sich Großvater auf die Suche nach dem Teufel, um ihm das Handwerk zu legen. Dabei macht er eine merkwürdige Entdeckung: der Teufel wohnt nicht in einer dunklen Höhle sondern in einem wunderschönen Schloss, wo es täglich Schokoladenpudding und Himbeerbrause gibt. Und der Teufel scheint auch garnicht mehr so böse zu sein ... Ob sich Großvater wieder von ihm täuschen lässt?
LESUNG ZUR AUSSTELLUNG "LESEN"
Mittwoch, 4. Juni 2008, 20 Uhr
DER POETENLADEN
Lesung mit Kerstin Becker und Sandra Trojan
Gedichte
Andreas Heidtmann, Herausgeber und Initiator der Plattform POETENLADEN, stellt das Projekt mit einer Lesung der beiden Lyrikerinnen Kerstin Becker und Sandra Trojan vor. Der POETENLADEN ist nicht nur ein virtueller Raum für Dichtung im Internet, sondern hat sich zunehmend zu einem etablierten Ort für Literatur entwickelt. Neben der Herausgabe eines eigenem Literaturmagazin poet[mag], der Stiftung eines Literaturpreises und Veranstaltung eigener Lesereihen,stellt der POETENLADEN eine Plattform zur Verfügung, auf der Poeten und Freunde der Poesie den Austausch und auch die Möglichkeit erster eigener Veröffentlichung finden Sehen sie selbst unter: www.poetenladen.de
AUSSTELLUNG
Sabine Rudolph
LESEN - Fotografien
Ausstellung vom 16.5. bis 5.7.2008, verlängert bis Dezember 2008
"Wir sehen sie immer wieder und überall, auch nach Einzug des Hörbuches lesen Menschen an den verschiedensten Orten. Ob im Liegen oder Stehen, ob in der Badewanne oder in der Straßenbahn, ob zusammen oder alleine - Lesen ist wie Abtauchen in eine andere Welt, vielleicht auch wie Atmen, wie Fliehen vor dem Alltag.
Ich bin immer wieder fasziniert vom Anblick Lesender, von ihrem Entrücktsein. Deshalb habe ich versucht, einige Momente dieser Stille, Spannung oder Freude festzuhalten. Alle Aufnahmen wurden analog schwarz/weiß aufgenommen und nicht nachbearbeitet."
MUSIKALISCHE LESUNG
Mittwoch, 9. April 2008, 20 Uhr
Christian Lehnert
Auf Moränen
Gedichte
Karoline Schulz - Flöten
Christian Lehnert, geboren 1969 in Dresden, Studium der Theologie, Orientalistik und Religionswissenschaften. Im Anschluß Vikariat bei der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen, längerer Aufenthalt in Spanien, seither Pfarrer in Burkhardswalde. Er veröffentlichte bislang drei Gedichtbände im Suhrkamp Verlag: "Der gefesselte Sänger" (1997), "Der Augen Aufgang" (2000) und „Ich werde sehen, schweigen und hören (2004), und 2003 „Finisterre“ in der edition korrespondenzen. 1995 erhielt Christian Lehnert den Förderpreis zum Leonce-und-Lena-Preis, 1998 den Dresdner Lyrikpreis, 2003 den Lessing-Förderpreis und 2004 den Förderpreis der Stiftung Bibel und Kultur. Im Jahr 2006 schrieb er das Libretto für die Oper „Phaedra“ von Hans Werner Henze. Im Februar diesen Jahres erschien sein fünfter Gedichtband, aus dem er am 9. April in der Buchhandlung lesen wird.
MUSIKALISCHE LESUNG
Mittwoch, 27. Februar 2008, 20 Uhr
Wir bauen eine Stadt
Max Frisch als Architekt
Johannes Gärtner - Sprecher
Katrin Vogel - Klavier
"Ich hatte Angst, die Schriftsteller sagen, er soll ja aber ein ganz guter Architekt sein. Und die Architekten sagen: ja als Schriftsteller ist er wohl ganz passabel." Max Frisch, der Autor von Homo faber, Stiller und Andorra, hat sich bald entschieden: Literatur. Doch er mischt sich ein in den Städtebau seines Landes, nachdem er sein Studium an der FH Zürich abgeschlossen hat. Die Architektur bleibt Gegenstand seines Schreibens. Das preisgekrönte Hörspiel "Wir bauen eine Stadt" und zahlreiche Stellen im "Stiller" und in den "Tagebüchern" zeugen von seiner Auseinandersetzung damit und es bleibt die Frage: "Die Zukunft ist unvermeidlich. Wie also wollen wir sie gestalten?".
AUSSTELLUNG
Kerstin Diallo
Malerei und Radierungen
Ausstellung vom 27.2. bis 31.5.2008
1986-89 Abendstudium an der HfBK Dresden. 1991 Diplom als Staatlich Geprüfte Spielzeuggestalterin, Abschluss an der Puppenbühne Erfurt mit einer Hómmage an den Expressionismus: Entwürfe, Bau der Marionetten, Bühne, Figurinen. 1992 Immatrikulation an der HfBK Dresden in der Fachrichtung Bühnenbild. 1994 Fachrichtungswechsel zur Freien Plastik. 1996 Fachklasse MAX UHLIG bis zum Diplom. 1998/99 Auslandsstudienjahr in Spanien, Immatrikulation an der Universidad Complutense de Madrid in der Fachrichtung Architektur. 2000 Diplom an der HfBK bei Prof.Max Uhlig. 2001/02 Meisterschülerin bei Prof. Max Uhlig. 2002/03 Meisterschülerin bei Prof. Martin Honert.
ADVENSTER
Sonnabend, 8. Dezember 2007, 16.30 Uhr
Andrea Post & Tim Schreiber spielen:
Der Kaufmann und sein Pferd
Grimmsche Märchen - leicht verknappt von Gerd Knappe
Ein Schauspiel für klein & groß: wie in den Vorjahren öffnet die Buchhandlung LeseZeichen auch in diesem Jahr an einem Advents-Nachmittag ihre Türen für neugierige Kinder ab vier und all die Erwachsenen, die ihre Märchenkenntnisse prüfen und/oder auffrischen lassen wollen.
Bereits zum dritten Mal präsentieren Andrea Post und Tim Schreiber ihre besondere Sicht auf die Grimmschen Märchen - freuen Sie sich nach "Ik bün König" und "Die Froschkönigin" auf ein neues Programm!
Zum Vor- und Nachwärmen bieten wir Ihnen Glühwein, Kinderpunsch und kleine Leckereien an. Übrigens: Das vollständige Programm der Advenster-Veranstaltungen in der Dresdner Neustadt finden Sie im Internet unter
www.advenster.de.
LESUNG
17. November 2007, 17 Uhr
Klaus Funke:
Der Abschied oder Parsifals Ende
Moderation: Michael Hametner
Der Dresdner Autor Klaus Funke liest aus seinem neuen Roman. Nach Clara Schumann ("Am Ende war alles Musik", Faber & Faber 2005) und Niccolo Paganini ("Der Teufel in Dresden", Faber & Faber 2006) stellt der Autor erneut einen genialen Musiker, den Dirigenten und Pianisten Hans von Bülow, in den Mittelpunkt der Handlung. Lesen Sie mehr dazu in unserem Buchtipp des Monats Oktober 2007.
LESUNG IM STADTMUSEUM
25. Oktober 2007, 20 Uhr
im Stadtmuseum Dresden, Wilsdruffer Str. 2
Dialoglesung:
Der Große Verdruss
Jens Wonneberger: Die Pflaumenallee. Roman
Klaus Funke: Der Große Verdruss. Erzählung
Keiner kennt Bergheimer, kaum einer Hantzschke - aber alle wissen, was das ist: der große Verdruss, obwohl jeder etwas anderes darunter versteht. So auch Bergheimer und Hantzschke. Aber sie eint, dass sie Verlierer sind. Obwohl Bergheimer Ostdeutscher und Hantzschke Westdeutscher ist, verdriesst sie die deutsche Gegenwart, und so finden sie vieles, beinahe alles, schlecht, kritikwürdig, verabscheuungswürdig ... Sie sind Misanthropen, der eine wegen eines fehlenden Beines, der andere wegen eines Ticks, die Welt in Zahlen erfassen zu müssen.
Bergheimer und Hantzschke sind die Protagonisten des Romans "Die Pflaumenallee" von Jens Wonneberger und der Erzählung "Der Große Verdruss" von Klaus Funke. In der Dialoglesung am 25. Oktober 2007 werden Sie von beiden noch mehr hören können. Sie werden ein Spiegelbild der deutschen Zustände erleben, dass Sie lachen lässt und nachdenklich stimmen wird.
AUSSTELLUNG
Holger Geyer
Fotos aus der Äußeren Neustadt
Ausstellung vom 27.7. bis 31.12.2007
Die Ausstellung zeigt die Fotos des dritten Teils der Kalendertrilogie von Holger Geyer, "Häusser der Äusseren Neustadt" für 2008. Wie bereits im ersten Teil der Trilogie, "Strassen der äusseren Neustadt" 2005, sind die Fotografien mit Texten "verhüllt". Die Texte auf Transparentpapier überlagern die Bilder, korrespondieren mit ihnen und können vom Betrachter wahlweise vor dem Foto belassen oder hinter ihm versteckt werden, ganz nach Belieben und täglich neu. 2008 begleiten Texte von Undine Materni den Blick des Fotografen Holger Geyer.
Der Kalender "Häusser der Äusseren Neustadt" ist bei uns zum Preis von 24 EUR erhältlich.
LESUNG
27. September 2007, 20 Uhr
Hommage an
Bertram Kronenberger
Dresdner Autoren und Freunde erinnern an den in diesem Jahr verstorbenen Schriftsteller und Essayisten Bertram Kronenberger.
Erich Sobeslavsky, Volker Sielaff und Sarah Kronenberger lesen Auszüge aus seinen Werken.
BUCHVORSTELLUNG
11. Juli 2007, 20 Uhr
Axel Helbig:
Der eigene Ton
Moderation und Gespräch:
Volker Sielaff
Der Ausgangspunkt für die Entstehung dieses Buches ist die Neugier des Lesers. Aber auch das Verlangen, gerade mit jenen Autoren ins Gespräch zu kommen, deren Bücher etwas abverlangen und verunsichern. Was am Ende erkennbar wird, ist der eigene Ton jedes Autors: Das Ergebnis seiner Arbeit an der Sprache.
Das Buch enthält Gespräche mit Arnold Stadler, Norbert Gstrein, Herta Müller, Reinhard Jirgl, Franz Hodjak, Günter Kunert, Christoph Meckel, Adolf Endle, Elke Erb, Ilma Rakusa, Katja Lange-Müller, Kathrin Schmidt, Peter Gehrisch, Raoul Schrott, Christoph Wilhelm Aigner, Christian Lehnert, Kurt Drawert, Marcel Beyer, Lenka Reinerova u.a.
Bestellen Axel Helbig, Der eigene Ton, Edition Erata, 2007, ISBN 3-86660-028-3, € 29,90
AUSSTELLUNG
Buchgrafik von Antje Kahl:
Johannes Jansen:
„nicht. hin. sehen“
Ausstellung vom 26. April bis 26. Juli 2007
VERANSTALTUNGSKALENDER
LESUNGEN 2011
AUSSTELLUNGEN 2011
LESUNGEN 2010
- Gino Chiellino
- Lutz Rathenow
- Patrick Beck
- Tadeusz Dabrowski / Andre Rudolph
- Martina Hefter
- Dieter Krause
AUSSTELLUNGEN 2010
LESUNGEN 2009
- Advenster 2009
- Ralf Günther
- Thomas Böhme
- Margot Lehbert
- Thomas Geiger / Marcel Beyer
- Liane Krüger / Fabian Klenzke
AUSSTELLUNGEN 2009
LESUNGEN 2008
- Advenster 2008
- Klaus Funke
- Patrick Beck
- Lesenacht
- Undine Materni
- Poetenladen
- Christian Lehnert
- Johannes Gärtner
AUSSTELLUNGEN 2008
LESUNGEN 2007
AUSSTELLUNGEN 2007